Mittwoch, 17. September 2014

Ankündigung Stoffspielereien: Nähfüße

Bei den Stoffspielereien im September sollten die Nähmaschinenfüße ins Zentrum gerückt werden.
Die meisten Nähmaschinen haben schon eine ganze Reihe an Standardfüßen in der Grundausstattung, die lässt sich dann um viele Spezialfüße erweitern.
Jeder hat andere Lieblingsfüßchen:
Mädchenmütter finden sicher den Ruffler toll, ich mag meinen Paspelfuß.
Wünschen würde ich mir einen Obertransportfuß, aber den gibt es für meine Maschine leider nicht.

Zum Glück lässt sich meine alte Pfaff 260 aber mit anderen modernen Füßchen bestücken, manche Füße wie der für verdeckte Reißverschlüsse sind nämlich noch gar nicht so lange auf dem Markt. Aber erleichtern die Näherei enorm.

In den Nähkursen habe ich die Erfahrung gemacht, dass manche Füßchen an die Maschinen verschiedener Hersteller passen, wer also eine alte Nähmaschine oder ein NoName-Produkt hat kann trotzdem in einem Fachgeschäft fündig werden.

  • Einen sehr guten Überblick über sinnvolle Füßchen gibt es bei den grandiosen Sew & Sushi im Bereich Nähkästchen - sie haben 70 Jahre alte Exemplare im Repertoire und weisen auch auf moderne Füßchen hin.
  • Bernina stellt auf Youtube 57 Füße in kurzen Filmen vor.
  • Im Sewing Loft gibt es neben einer Menge anderer Tipps rund ums Nähen auch verschiedene Füßchen-Vorstellungen, ich werde wohl mal probieren wie mit Heathers Hinweisen das Rollsaumfüßchen besser funktioniert.
  • Und dann solltet ihr einfach mal in eurer Betriebsanleitung nachgucken, was eure Maschine so kann - ich war ganz erstaunt, dass ich mir das Kappen viel einfacher machen könnte.

Manche tollen Effekte würden sich auch mit dem Standardfüßchen machen lassen, aber wer braucht heutzutage einen Hohlsaum?
Ich werde nächste Woche mal die Flatterstoffe aus der Kiste nehmen und Rollsäume an Chiffonstoffen probieren. Denn wenn das funktionieren würde wäre das eine echte Arbeitserleichterung!

Zeigetag ist Sonntag, der 28. September.
Zeigt doch mal euer Lieblingsfüßchen oder probiert einen Fuß den ihr nicht so gut kennt, ich würde mich freuen wenn in meiner Linkliste viele verschiedene Beispiele zusammenkommen würden.

Montag, 15. September 2014

Stoffmarkt in Würzburg und die Neuauflage des Wasserfall-Kleides



OK, ich habe auf dem Stoffmarkt in Würzburg natürlich mehr als das geplante Stückchen Flanell gekauft. Genauer gesagt habe ich sogar gar keinen Flanell gekauft, aber das ist eine andere Geschichte.

Der Markt in Würzburg findet Sonntags auf dem Parkplatz eines Supermarktes statt und hat dementsprechend wenig Flair. Der einzige Vorteil ist, dass es dementsprechend viele Parkplätze gibt und man kurze Wege zum Abladen der Stoffe hat.
Im Gegensatz zu den Märkten in Ludwigsburg, Wiesbaden und Fürth kommt man gar nicht in Versuchung, in irgendwelchen Cafés zu versumpfen. Heike und ich haben eingekauft, haben ein paar nette Leute getroffen (Julia, Barbara, Monika ...) und sind zum Waffelessen wieder heimgefahren. Das ist schon schade, Würzburg lässt sich da etwas entgehen- schließlich reisen da Leute aus der weiten Umgebung an.

Das hatte den Vorteil, dass ich noch am Abend den ersten Stoff vernähen konnte.
"Der passt doch super nach Bayern" meinte der Verkäufer.
Tja- Würzburg ist in Franken und mich haben die Rosen eher an Kenzo erinnert. Aber klar war schon beim Angreifen des schwerfallenden Jerseys, dass er ein Burda-Wasserfallkleid werden musste. 
Gekauft - genäht. 
Wenn das nur immer so schnell gehen würde......
Der Jersey hat große ruhige Flächen, das tut dem Muster gut. Ich hatte von dem relativ teuren Stoff 170 cm gekauft und bin mit Ach-und Krach so hingekommen. Die Ärmel sind deshalb leider nur 7/8 lang. Muster- und mengenbedingt habe ich die Wasserfallbreite auch nochmal reduziert, aber das ist OK so.

Und was habe ich sonst so gekauft?
Etwas Jersey vom Couponhändler für Prototypen ( die Qualität ist ja ein Lotteriespiel)
grauen Romanit, Satin als Quiltkombistoff und einen Chiffon.
Den Chiffon werde ich demnächst vernähen, sonst landet er in bei den anderen Flatterstoffen in der Giftkiste. Exaktes Zuschneiden, französische Nähte und Smoken mit elastischem Unterfaden. Bei Chiffon kann man sich technisch austoben......

Freitag, 12. September 2014

Arya mit Flauschfaktor

Es gibt ein paar wenige Sachen, die mich mit dem Herbst versöhnen:
Stiefel und Lammfelljacke, Feuer im Kaminofen und meine geliebten Flanellstoffe.
Ich gestehe: Ich liebe Biberbettwäsche und für meinen nächsten Quilt wünsche ich mir eine Flanellabseite, auch wenn das aus schönen Stoffen richtig teuer ist.

Auch Taschen kann man aus Kuschelstoffen machen: Hier habe ich eine große Arya für den Stoffmarktbesuch am Sonntag genäht.
Ich mag den Kontrast zwischen dem glatten roten Leder und dem rauhen Stoff, das glänzende Metall der Reißverschlüsse und Karabiner passt trotzdem prima zum weichen Flanell.
Innen liefert das Röschen-Erdbeerfutter noch den romantischen Overkill, aber es passt.
(Wenn auch eigentlich nicht zu mir....)

Die Tasche ist auf jeden Fall groß genug um im Würzburg zweieinhalb Meter Flanell zu transportieren, mehr will ich ja eigentlich dort gar nicht kaufen........

Dieser Flanell ist übrigens aus dem Leipziger Stoffekontor, die Qualität ist gut und er liegt schön breit. Für eine Tasche oder mein Cape hat der Stoff den perfekten Fall.
Aber er ist schwer- zu schwer für einen Quilt......

Sonntag, 31. August 2014

Stoffspielereien: Tischsets (Weberei)

Lucy hat für die Stoffspielereien vom August das Thema Weberei vorgeschlagen.
Das "Verweben" offenkantiger  Stoffstreifen wollte ich schon lange mal im größeren Stil probieren, nachdem das Kissen des Sohnes mit den Monaten immer schöner geworden ist.
Es haben bei uns im Haushalt schon lange 8 gleiche Tischsets für größere Gelage gefehlt, meist ist mir nämlich nach dem Nähen von 4 Stück für die Familie die Puste ausgegangen. 
Jetzt habe ich endlich 8 zueinander passende Teile.
video
Die folgende Vorgehensweise hat sich bewährt:
Stoffstreifen werden mit dem Wellenrollenschneider in  passender Breite zugeschnitten. ( Hier: 3 cm und 8 cm)
Dann werden sie satt mit Bügelstärke eingesprüht und trockengebügelt. Das erleichtert das Verflechten und später auch das Quilten.
Eine Vlieseline in der Größe der Tischsets ( plus NZG) wird zugeschnitten und eng mit den Stoffstreifen belegt. Dabei ist es wichtig, dass an den Kreuzungspunkten keine Lücke bleibt!.
Nach dem Verweben der Streifen wird zuerst über die rechte Stoffseite und dann von links gebügelt, so können die Streifen nicht mehr verrutschen.
Der Rückseitenstoff wird dann re/re zusammen mit dem Oberstoff  rechtwinklig zugeschnitten.
Eventuell kann die Rückseite leicht mit Volumenvlies bebügelt werden. (Volumenvlies ohne die NZG zuschneiden!)
Die beiden Lagen werden verstürzt, durch eine Wendeöffnung gewendet , gebügelt und gequiltet.
Dabei habe ich verschiedene Randlösungen probiert, am besten hat es mir gefallen wenn keine betonte Kante außen herum ist, aber das ist Geschmackssache.
 Ein Tischset habe ich schon vorab gewaschen, dabei wird die Oberfläche etwas krumpeliger und belebter.
Es sind tatsächlich 8 Tischsets geworden, sie sind alle unterschiedlich und passen doch zusammen.
Dabei habe ich wieder mal die Erfahrung gemacht, dass das Layout gar nicht so wirklich wichtig ist. "Falsche" Flächenverteilungen gehen in der Regel in der Lebendigkeit der Fläche unter.
(Das Bild wird beim Anklicken größer.)
 "Dürfen wir das schon nehmen?" wurde ich gestern gefragt.
Klar!!
Denn die inzwischen etwas ungeliebten Stoffe aus älteren Amy Butler Kollektionen passen super zu unserem Geschirr.
Ich werde irgendwann noch einen kleinteiligeren Läufer nähen, das ging nämlich viel schneller als das klassische Patchworken. Und ist eigentlich auch noch lässiger!

Mehr Webereien gibt es heute ibei Lucy.
Danke für den Anstoß!

(Im nächsten Monat werde ich die Beiträge sammeln-´.
 Das Thema sind dann die Nähmaschinensonderfüße.
Aber dazu werde ich demnächst noch etwas schreiben.)

Mittwoch, 27. August 2014

Weberei-Preview und ein Papierhirsch


Mist.
Viele Blogger haben das wohl schon mal erlebt.
Da wollte ich für den Blogpost vom Sonntag etwas vorbereiten und drücke auf Veröffentlichen 
statt auf  Vorschau.
Ich habe den Inhalt des Posts gleich gelöscht, aber Blogger ist schneller und lässt mein erstes animiertes gif gerade auf manchen Vorschau-Sidebars durchlaufen.
MistMist- Sidebargeflimmer finde ich nämlich doof.

Nun denn- dann kann ich euch das Filmchen am Ende das Posts auch gleich ganz zeigen.
Und damit das Geflimmere auf der Seitenleiste aufhört steht da jetzt am Postanfang ein viel schöneres Bild. Das ist der wunderbare Papierhirsch der Tochter.
Unglaublich dass das Objekt am Wochenende noch dieses Papierhäufchen war, oder?
Den Hirsch kann man hier herunterladen.
Auf der Seite findet sich auch eine detaillierte Anleitung wie man grundsätzlich eine solche Papierfigur konstruiert. Jan hat das wirklich toll beschrieben, vielen Dank!

Aber nun zum bewegten Bild unten- das habe ich mit Hilfe der Lieblingsnachbarin fotografiert und der Sohn hat aus den einzelnen Bildern ein gif gebastelt. Das Projekt stelle ich euch dann am Sonntag detailliert vor. Lucy hat nämlich als Thema für die Stoffspielereien "Weberei" vorgeschlagen- und wie man sieht habe ich das etwas freier interpretiert......

video
edit:  als gif flimmert der Film permanent- Videos zum Anklicken sind da angenehmer......
Bis Sonntag!

Sonntag, 24. August 2014

Wochenrückblick: modulares Origami, eine Papierskulptur, Andreas Arya und meine Hamsterei für den Winter.


In der neuen Handmade Kultur ( Danke, Anne!) sind ein paar tolle Projekte für die Ferienzeit enthalten- meine papierbegeisterte Tochter hat in der Zeitschrift gleich zwei interessante Anleitungen gefunden. Sie meint, dass die Beschreibungen ganz gut nachzuvollziehen wären.

Die neue Kugel  passt perfekt zu ihren anderen Faltobjekten.
( Unterschiedliche Anleitungen dieser Art findet ihr mit dem Stichwort Kusudama auf Youtube. )

Ganz fasziniert waren wir von den Papierskulpturen für die Wand.
In der Zeitschrift stellt Anastasia von der Kreativbühne ein Pferd vor, die Anleitung kann man auch auf der Homepage der Handmade Kultur herunterladen.
Wir haben nur Druckerpapier genommen und leider die Linien nach außen platziert- aber der Klebespaß beim dreidimensionalen Zusammenpuzzeln war groß.
Silke kam da mit ihrer Sprayempfehlung gerade recht- wir haben mit den neuen Edding-Acryldosen dem Pferd ein Pastellfinish verpasst. Das stabilisiert das zu dünne Papier und deckt die Linien perfekt ab.

Das Pferd hängt bereits an der Wand.
Der Hirsch ist schon in Arbeit und eigene Entwürfe sind geplant.
( Die Ferien der Tochter sind gerettet....)

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Andrea kam hier vorbei und hat sich Ösen in ihre Arya einschlagen lassen- ihre Tasche muss ich euch unbedingt zeigen:


Die Stoffe sind von IKEA.
Und die Tasche ist schlichtweg perfekt.

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Beim Urlaub in Oberfranken wurde wieder mal klar, was Heimat bedeutet:
Mein Vater hat uns zum Pilzesuchen mit in den Wald genommen . Heimat ist, wenn man ahnt wo was zu finden ist. Und dann auch Glück hat und was findet.
Es gibt tatsächlich kaum einen schöneren Grund, morgens um dreiviertel 7 das Haus zu verlassen.
(Seht ihr die 4 Steinpilze allein auf dem linken Foto?)

Steinpilze trocknen, Tomatensugo einkochen, Bohnen einfrieren.
Wir konservieren uns den seltsamen Sommer.
Ich bin dann mal wieder im Garten :)

Samstag, 2. August 2014

Siebdruck: Spiralmäppchen

Bedruckte Spiralmäppchen  - das spukt mir schon lange im Kopf herum.
Gemusterten Filz entwerfen, Etuis mit Firmenlogos für meine gewerblichen Kunden bedrucken- da gäbe es so viele Einsatzmöglichkeiten.
Ich hatte mir das mit dem Siebdruck ganz einfach vorgestellt, im Studium waren wir viel und gern  in der Siebdruckwerkstatt. Da hat uns der Hausmeister allerdings die Vorarbeiten abgenommen .....
Aber die letzten Monate blieb ich frustrierend lange in der Vorstufe stecken. Denn das Belichten der Siebe war erheblich schwieriger als erwartet.
(Was ich da alles probiert habe erzähle ich mal gesondert. Mein Hauptproblem war, die Folienvorlage für die Belichtung des Siebes wirklich UV-dicht zu bekommen.)

Aber wie man sieht: Jetzt klappt das, zuerst mit einfacheren Formen:

 ... oder auch mit schwierigeren Motiven, wenn der Wunsch der Fans groß genug ist:

Die Mäppchen sind genau rechtzeitig für das Bundespferdefestival in Ellwangen fertig geworden.
Barbara hat mich nämlich auf ihren Stand in der Ellwanger Innenstadt eingeladen, dort darf ich neben ihren Glasperlen meine Spiralmäppchen und Geldbeutel zeigen.
Eine nette Begegnung am Wegesrand im Monatfon neulich war die Inspiration für das unregelmäßige Fleckenmuster:

So gibt es das Spiralmäppchen morgen ab 13 Uhr in der Ellwanger Innenstadt.
Zudem habe ich noch ein paar Geldbeutel genäht, beim Markt vor 14 Tagen habe ich nämlich die Erfahrung gemacht, dass Eulen immer noch ein echtes Thema sind:

Jetzt in den Ferien habe ich endlich Zeit für Siebdruck- macht euch auf was gefasst :)